· 

Am Brautsee und Haferteich grasen wieder Schafe

Schafe am Brautsee - Foto: Christina Weiß
Schafe am Brautsee - Foto: Christina Weiß

Als unser bisheriger Schäfer aus Altersgründen seinen Betrieb aufgegeben hatte, galt es unter fünf Bewerbern für die rund 2,3 ha große Fläche am Brautsee und die kleinere Fläche auf der Streuobstwiese eine Schäferei auszuwählen, die aus Arten- und Naturschutzsicht die beste Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit versprechen würde.

 

Nach ersten Gesprächen kamen nur noch zwei Betriebe für eine langfristige Zusammenarbeit für uns als mögliche Partner infrage. Erst durch die intensiven Gespräche mit den verbliebenen Bewerbern bedurfte es keines längeren „Für und Wider“ – zwei junge Leute legten eindeutig das beste Konzept vor. So stellen sie zukünftig zwei in unseren Breiten wenig gehaltenen und zudem gefährdete Haustierrassen ganzjährig auf unseren Wiesen: Heidschnucken und das Kärntner Brillenschaf.

 

Ihr Konzept sieht vor, das zukünftig junge weibliche Schafe, die nicht belegt werden sollen, auf der Streuobstwiese weiden werden, während Mutterschafe mit ihren Lämmern auf der Brautseewiese weiden. Während die Brillenschafe ständig das Gras kurzhalten, verhindern die Heidschnucken zudem eine Verbuschung auf beiden Geländen. Der Landwirt Adrian Lenz (26) und sein Partner Markus Hinz (31/MTAR) aus Brodersby wollen sukzessive ihre Herde vergrößern, wobei die Haltung des Kärntner Brillenschafs von beiden als ihr Hobby und als ihr Beitrag zum Artenschutz betrachtet wird.

 

Natürlich wollen die nebenberuflichen Schäfer auch etwas Geld verdienen und von daher bieten sie durch “Direktvermarktung“ und „Mund-zu-Mund-Werbung“ preisgünstig Fleischprodukt ab ihrem Hof "Lämmerlust"an. Zu erreichen sind sie per E-Mail an info@lammeslust.de oder unter Tel. 04622 / 99 49 779. 

 W.G.